Net.Data Verwaltung und Programmierung für OS/400


Konfigurationsvariablenanweisungen

Die Net.Data-Konfigurationsvariablenanweisungen legen die Werte der Konfigurationsvariablen fest. Konfigurationsvariablen werden für verschiedene Zwecke verwendet. Einige Variablen sind bei bestimmten Sprachumgebungen für die ordnungsgemäße Funktion oder den Betrieb in einem alternativen Modus erforderlich. Andere Variablen steuern die Zeichenverschlüsselung oder den Inhalt der in Erstellung befindlichen Web-Seite. Mit Konfigurationsvariablenanweisungen können Sie zudem anwendungsspezifische Variablen definieren.

Die verwendeten Konfigurationsvariablen hängen von den verwendeten Sprachumgebungen sowie anderen, anwendungsspezifischen Faktoren ab.

Gehen Sie wie folgt vor, um die Konfigurationsvariablenanweisungen zu aktualisieren:

Passen Sie die Initialisierungsdatei mit den Konfigurationsvariablen an, die für Ihre Anwendung erforderlich sind. Eine Konfigurationsvariable hat die folgende Syntax:

NAME[=]value-string

Das Gleichheitszeichen ist wahlfrei, was durch die eckigen Klammern angegeben wird.


In den folgenden Unterabschnitten werden die Konfigurationsvariablenanweisungen, die von den in Net.Data enthaltenen Sprachumgebungen verwendet werden, die Sie in der Initialisierungsdatei angeben können, beschrieben:

DTW_SQL_ISOLATION: DB2-Isolationsvariable

Die Sprachumgebung DTW_SQL verwendet die Konfigurationsanweisung DTW_SQL_ISOLATION, um festzulegen, in welchem Umfang Datenbankoperationen, die von der Sprachumgebung DTW_SQL ausgeführt werden, von gleichzeitig ablaufenden Prozessen isoliert werden.

Syntax:

DTW_SQL_ISOLATION locking_method

Hierbei ist locking_method einer der folgenden Werte:

DTW_SQL_NO_COMMIT
Gibt an, daß die COMMIT-Steuerung nicht verwendet wird. Geben Sie diesen Wert beim Betriebssystem OS/400 nicht an, wenn eine relationale Datenbank im relationalen Datenbankverzeichnis angegeben ist und es sich bei der relationalen Datenbank nicht um ein OS/400-System handelt.

DTW_SQL_READ_UNCOMMITTED
Gibt die Sperrung für die Objekte an, auf die in den Anweisungen SQL ALTER, COMMENT ON, CREATE, DROP, GRANT, LABEL ON und REVOKE verwiesen wird, sowie für die aktualisierten, gelöschten und eingefügten Zeilen. Die Objekte werden bis zum Ende der Arbeitseinheit (Transaktion) gesperrt. Nicht festgeschriebene Änderungen in anderen Prozessen sind sichtbar.

DTW_SQL_READ_COMMITTED
Gibt die Sperrung für die Objekte an, auf die in den Anweisungen SQL ALTER, COMMENT ON, CREATE, DROP, GRANT, LABEL ON und REVOKE verwiesen wird, sowie für die aktualisierten, gelöschten und eingefügten Zeilen. Die Objekte werden bis zum Ende der Arbeitseinheit (Transaktion) gesperrt. Eine Zeile, die ausgewählt ist, jedoch nicht aktualisiert wird, wird gesperrt, bis die nächste Zeile ausgewählt wird. Nicht festgeschriebene Änderungen in anderen Prozessen sind nicht sichtbar.

DTW_SQL_REPEATABLE_READ
Gibt die Sperrung für die Objekte an, auf die in den Anweisungen SQL ALTER, COMMENT ON, CREATE, DROP, GRANT, LABEL ON und REVOKE verwiesen wird, sowie für die ausgewählten, aktualisierten, gelöschten und eingefügten Zeilen. Die Objekte werden bis zum Ende der Arbeitseinheit (Transaktion) gesperrt. Nicht festgeschriebene Änderungen in anderen Prozessen sind nicht sichtbar.

DTW_SQL_SERIALIZABLE
Gibt die Sperrung für die Objekte an, auf die in den Anweisungen SQL ALTER, COMMENT ON, CREATE, DROP, GRANT, LABEL ON und REVOKE verwiesen wird, sowie für die ausgewählten, aktualisierten, gelöschten und eingefügten Zeilen. Die Objekte werden bis zum Ende der Arbeitseinheit (Transaktion) gesperrt. Nicht festgeschriebene Änderungen in anderen Prozessen sind nicht sichtbar. Alle Tabellen, auf die in den Anweisungen SELECT, UPDATE, DELETE und INSERT verwiesen wird, werden bis zum Ende der Arbeitseinheit (Transaktion) zur ausschließlichen Nutzung gesperrt.

DTW_SQL_NAMING_MODE: SQL-Tabellenbenennungsvariable

Die Konfigurationsanweisung DTW_SQL_NAMING_MODE legt fest, wie ein Tabellenname in einer SQL-Anweisung angegeben werden kann.

Syntax:

DTW_SQL_NAMING_MODE mode

Hierbei ist mode einer der folgenden Werte:

SQL_NAMING
Gibt an, daß Tabellen im folgenden Format durch den Datensammlungsnamen qualifiziert werden:
collection.table

Hierbei ist collection der Name der Datensammlung und table der Tabellenname. Das Standardqualifikationsmerkmal ist die Benutzer-ID, die den Prozeß ausführt, der wiederum die SQL-Anweisung ausführt; es wird verwendet, wenn der Tabellenname nicht explizit qualifiziert und der Standarddatensammlungsname nicht angegeben wird. SQL_NAMING ist der Standardtabellenname.

SYS_NAMING
Gibt an, daß Dateien im folgenden Format durch den Bibliotheksnamen qualifiziert werden:
library/file

Hierbei ist library der Name der Bibliothek und file der Tabellenname. Der Standardsuchpfad ist die Bibliotheksliste (*LIBL) für den Tabellennamen ohne Qualifikationsmerkmal, wenn der Tabellenname (file) nicht explizit qualifiziert und kein Standarddatensammlungsname (library) angegeben wird.

DTWR_CLOSE_REGISTRIES: Variable zum Öffnen der Web-Register

Gibt an, ob ein Web-Register geschlossen oder offen gehalten werden soll. Mit dieser Variable kann das Web-Register offen gehalten werden, so daß nachfolgende Aufrufe von Net.Data-Makros, die auf das gleiche Register zugreifen, das Register nicht erneut öffnen müssen.

Syntax:

DTWR_CLOSE_REGISTRIES YES|NO

Dabei gilt folgendes:

YES
Gibt an, daß alle offenen Web-Register nach der Verarbeitung eines Net.Data-Makros geschlossen werden.

NO
Gibt an, daß alle offenen Web-Register nach der Verarbeitung eines Net.Data-Makros offen gehalten werden. Der Standardwert ist NO.

Hinweis zur Leistung: Sie können die Konfigurationsanweisung DTWR_CLOSE_REGISTRIES verwenden, um die Leistung beim Zugriff auf ein Web-Register (mit den integrierten Funktionen des Web-Registers) zu erhöhen, indem Register weniger oft geöffnet und geschlossen werden müssen.


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